Dalmatien

Reisebericht Zadar - Kroatien 2026

Marina Dalmacija in Sukošan
Dugi Otok mit dem Naturpark Telašćica
Ugljan
Die Kornaten
Vrgada
Karte Windwards mapcarta.com
Karte Windwards mapcarta.com

Anreiseinformationen

Zadar verfügt über einen kleinen, aber feinen internationalen Flughafen und wird von einigen Gesellschaften in den Sommermonaten regelmäßig angeflogen. Der Ausbau ist mittlerweile (06/2026) nahezu fertiggestellt und ist gut durchdacht. Wenn man nach dem zügigen Aussteigen aus dem Flieger und dem Betreten der Ankunftshalle schon sein Gepäck auf dem Band rotieren sieht, kann man von einer hervorragenden Organisation ausgehen.

Vom Flughafen gibt es Busverbindungen nach Zadar. Dort allerdings muss man noch einmal umsteigen, um zur Marina Dalmacija zu kommen, sofern man dort gechartert hat.

Die Marina ist riesig. Mit über 1.000 Liegeplätzen die größte in Kroatien. Aber wer meint, geräumige Manöver beim An- und Ablegen fahren zu können, sieht sich zumindest an den Pier 6 und aufwärts eines Besseren belehrt. Die Muringleinen verengen die Ausfahrt stark, sodass sorgfältiges Manövrieren Pflicht ist. Für den Beobachter ist spannendes Hafenkino sicher.

Yole Ronde Martinique
Yole Ronde Martinique
Marina Dalmacija in Sukošan

In der Nähe der Marina-Einfahrt befindet sich ein Supermarkt. Ich erledige das meiste am liebsten zu Fuß, allerdings sind die Charterstege fast einen Kilometer entfernt. Zugegeben etwas weit. Die Duschen und Sanitärräume lassen keine Wünsche offen und sind auch für die Schwärme an Chartergästen meistens ausreichend. Nur am Freitag ab 17 Uhr ist naturgemäß mit etwas Andrang zu rechnen. Ebenso an der Tankstelle, sollte man doch mal den Diesel bemüht haben. Die Abfertigung funktioniert wirklich gut, es ist ausreichend Personal vorhanden, dass einem das Anlegen erleichtert. Mit dem typisch kroatischen Charme, der mit dem ersten Eindruck etwas schroff wirken kann, hat man sich zu arrangieren. Dahinter liegt eine herzliche Freundlichkeit.

VPM Bestsail Charter
VPM Bestsail Charter
Timo von VPM Bestsail Charter

Telefon: +596 696-335224

Timo (rechts im Bild) ist einer der hilfsbereitesten Personen, denen ich auf meinen vielen Reisen bei der Yachtübernahme begegnen durfte. Immer ansprechbereit, immer einen Tipp parat - besser kann eine Übergabe nicht laufen. Noch besser ist, wenn auch die Rückgabe des Schiffes partnerschaftlich abläuft. Und das ist bei ihm der Fall.

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Reiseverlauf

Ugljan

Von Sukosan aus hat man die Wahl, Richtung Norden oder Süden zu segeln. Gerne bläst der Wind aufgrund der Bora aus nördlichen Richtungen. Wir nutzen dies, um die Anwind-Fähigkeiten unserer Yacht zu prüfen und machen uns auf zur Nordspitze der Insel Ugljan. Dabei nutzen wir die Gelegenheit, ganz nah an der Meeresorgel von Zadar vorbeizusegeln. Meist kann man die beeindruckenden Töne an Bord hören und kann sehr nah heran segeln. Einige Ausflugsboote machen davon auch Gebrauch, in der Regel ist der Zugang aber frei. Wir möchten doch den Urlaubern an Land einen Blick auf unsere Segelyacht gönnen.

Einige Wenden später passieren wir die Nordspitze und fallen ab auf den kleinen Ort Muline. Ankerplätze gibt es abseits der Hauptsaison reichlich, eine Bucht weiter ist ebenfalls viel Platz, wenn man nicht vor hat, den Ort und eines der netten Restaurants dort zu besuchen. Der Blick auf den Sonnenuntergang ist ein wundervoller Abschluss des ersten Segeltages.

Rodney Bay St. Lucia
Rodney Bay St. Lucia

Das erste wirkliche Highlight steht an, vor allem für die schnorchelbegeisterten Crewmitglieder: Das Wrack des 1983 gesunkenen Frachters Michelle in der Nähe des Ortes Veli Rat. Dem Ankervorgang gilt besondere Aufmerksamkeit. Ein Großteil des Grunds ist mit Seegras bedeckt. Schon oft habe ich darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig mir der Schutz dieses wichtigen Bestandteils unserer Natur ist. Und ich ärgere mich immer wieder über gedankenlose bis dumme Ankermanöver, die diesen Schatz zerstören.

Damit wir uns selbst nicht so frevelhaft benehmen, ist die Auswahl eines freien Sand-, oder besser Kieselflecken gar nicht so leicht. Gut, wenn Steuerperson und Ankerwerfer gut harmonieren. Ganz nah wagen wir uns heran und schauen uns vorher an, wie die zahlreichen anderen Boote ausgerichtet sind. Der Wind spielt eine wichtige Rolle, noch wichtiger ist es allerdings, die Strömung zu berücksichtigen. Schnell richtet sich die Yacht in einer anderen Richtung aus, als es die Windrichtung vermuten ließe.

Von meiner Position vom Schiff kann ich das Wrack erahnen, zwei kleine Schornsteine ragen noch aus dem Wasser. Die Eindrücke der Schnorchler sind sicherlich viel beeindruckender. Stefan hat ein Bild von seiner Drohne zur Verfügung gestellt: Einfach fantastisch!

Nach dem Frühstück heißt es Anker auf und Kurs Nordwest zwischen verschiedenen Inseln hindurch. Voraussetzung ist, dass der Anker gehalten hat. Es gibt nicht viele Buchten, bei denen man seinen Anker wirklich eingraben kann. Oft trifft man nach der niedrigen Sandschicht, die von Bord aus noch verlockend aussieht, auf steinigen Boden. Amüsiert schaue ich mir gerne ausufernde Ankermanöver an, bei denen das Personal der Meinung ist, man muss mit über 2.000 Umdrehungen den Anker einfahren. Leute, das wird nichts. Das Einzige, was da passiert, ist das Stören der Unterwasserbewohner, deren Vorgarten, oder noch schlimmer, dessen Haus man zerstört. Die bewährte Methode meinerseits ist das leichte Verhaken des Ankers an einem Stein oder ähnlichem (ohne die Flunke unter einem massiven Felsblock zu verhaken!) und dann: Kette, Kette, Kette. Natürlich kann einem mal das Wetter einen Strich durch diese Rechnung machen. Kündigt sich schweres Wetter an, würde ich es vermutlich auch nicht so machen. Aber mittlerweile sind die Wettervorhersagen so gut, dass man eine Idee davon hat, was über Nacht passieren wird. Ich muss den Anker nicht jedesmal so sichern, dass 50ktn abgewettert werden könnten, wenn die See in der Nacht aussieht wie ein Ententeich.

Nun müssen wir uns aber doch eine andere Übernachtungsgelegenheit suchen, nachdem der Hafen Sali im 15 Uhr nach Rückfrage belegt gibt. Dann könnt ihr mich mal... gerne haben. Ein Blick auf die App Navily verrät, dass es eine kleine Anlegestelle an einem Restaurant im Ort Luka gibt. Wie passend, genau dort sind wir gerade. Ein kurzer Anruf in der Pansion Alen und schon ist unser Platz reserviert. Auch meine Rückfrage, ob wir denn mit unserem Tiefgang von über 2m anlegen können, wird positiv beantwortet. Tatsächlich haben wir ausreichend Wasser unter dem Kiel, obwohl die zugrundeliegenden Seekarten einem Bange machen. Vermutlich handelt es sich um veraltete Informationen, unser Echolot zeigt deutlich über 4m Wassertiefe an.

Dragove Dugi Otok U-Boot
Dragove Dugi Otok U-Boot

Nach der Übernachtung in einer einsamen Ankerbucht geht es nun Richtung Süden. War bisher meine Anlaufstelle der Hafen von Sali, um die Akkus zu laden und sofern erforderlich Wasser zu bunkern, müssen wir uns diesmal anderweitig umsehen. So nett es in Sali ist, mir fällt es schwer zu akzeptieren, dass selbst am gleichen Tag kein Liegeplatz reserviert und garantiert wird. Jedesmal bekomme ich eine Antwort entgegengestöhnt, wie voll doch alles ist und man solle doch um 14 Uhr im Hafen sein. Das Wetter ist fantastisch, der Wind treibt uns wundervoll voran, was soll ich bitte um 14 Uhr in einem Hafen? Vor allem, wenn man solche atemberaubende Dinge erleben kann wie das Festmachen an einem ehemaligen U-Boot-Bunkerschacht.

Bisher habe ich nur einen Blick durch eine kurze Runde vor diesem Ort in den dunklen Schacht geworfen - diesmal aber möchte ich anlegen. Tief genug ist es, ein kleines Motorboot hat direkt vorn an der Mole festgemacht und erschwert das Manövrieren. Ist mir in diesem Moment egal, wenn die einen so rücksichtslos sind, brauchen wir auch keine Bedenken haben, der Besatzung einen Schrecken einzujagen. Die Fender haben wir vorsichtshalber nicht ausgelegt. Oder besser gesagt, ob der spontanen Aktion noch gar nicht daran gedacht. Die Bavaria cr 50 lässt sich trotz Doppelruder sehr gut kontrollieren, das Bugstrahlruder darf wie so oft ruhen, das muss auch so gehen.

Der Zustand der alten Reifen als Anlegeschutz ist doch nicht so gut wie unterstellt, hastig befestigen wir doch noch die weißen Fender. Oder besser: ...wir doch noch die NOCH weißen Fender. Lässt sich aber alles wieder entfernen.

Der Ausflug in den Schacht wird von dem Fiepen zahlreicher Fledermäuse begleitet. Ein spannender Ort, auch wenn mich Militär und Marine nicht so in den Bann ziehen. Längst hat sich die Natur dieses Werk zunutze gemacht.

Pansion Alen

Telefon: + 385 - 99432 3444

E-Mail: info@pansionalen.com

Davor hilft beim Anlegen, Stromanschluss vorhanden, toller ursprünglicher kleiner Ort mit Einkaufsmöglichkeit nach kleinem Fußweg, gutes und preisgünstiges Essen mit Blick auf die Yacht. Und das Glück, in der Uvala eine Delfinschule anzutreffen, die um die Yacht herumschwimmt - magisch!

Empfehlenswerter Kontakt

Tagsüber ist die Bay sehr belebt. Viele Taxiboote sind unterwegs, um Gäste auf den kleinen Strand mit Bar zu bringen. Hat man einen Liegeplatz vor dem Hafen, was ich aufgrund der kurzen Wege empfehlen möchte, kann man auch zu dem Strand schwimmen und einen Sundowner genießen.

Darüber hinaus haben wir hier mit Imbart +1 (758) 726 - 1401 einen Techniker gefunden, der unsere defekte Wasserpumpe reparieren konnte. Er hat sich sehr bemüht und ist kostengünstig.

St. Vincent

Nach dem Ablegen bekommen wir die Strömung, besser die Strudel um die südwestliche Seite St. Lucias zu spüren, aber auch zu sehen. Unheimlich sieht es aus, wenn sich der Anblick des Wassers so stark ändert und man hindurchfährt. Nach der Landabdeckung geht es zügig zur Hauptinsel St. Vincent, die noch ursprünglicher und wilder daherkommt als St. Lucia. Die Überfahrt ist wiederum entspannt, nur lassen sich diesmal leider keine Delfine oder Wale blicken. Im Vorjahr konnten wir zwei mal junge Pottwale beobachten, die an uns vorbeigeschwommen sind, ein eindrucksvolles Naturerlebnis. Selbst die Delfine waren uns diesmal nicht gewogen.

Die Boat Boys fangen einen schon früh vor dem angestrebten Ziel ab und wollen einem zu den Ankerspots locken. Auf meinen Hinweis, dass ich mit Zico bereits eine Vereinbarung getroffen und einen Liegeplatz habe, bekomme ich die Antwort, er sei Zico. Netter Versuch… So schnell vergesse ich ein Gesicht aus dem Vorjahr auch nicht.

Auch zwei andere Boat Boys bewegen sich schon an der Grenze zur Unverschämtheit und sind etwas lästig. Hier gilt es, Fingerspitzengefühl walten zu lassen. Etwas, was sicher für Ärger sorgt: Sie ungefragt zu fotografieren. Diese Erfahrung haben wir auch schon in der Rodney Bay gemacht, als die Crew das toll aufgemachte Boot eines Früchteverkäufers fotografiert hat, ohne etwas zu erwerben.

St. Vincent fühlt sich urtümlicher an, wilder als St. Lucia. Daher ist es erleichternd, mit der Keartons Bay einen sicheren Anlegeplatz an zwei Bojen zu haben. Und zu wissen, dass Zico schon bereit ist, uns in Empfang zu nehmen.

Keartons Bay St. Vincent
Keartons Bay St. Vincent

In der Keartons Bay neben der berühmten Wallilabou Bay, in der einige Aufnahmen von „Fluch der Karibik“ gedreht wurden, verzurren wir mithilfe von Zico unseren Katamaran und gehen kurze Zeit später nach einem Schnorchelausflug an Land. Seine Mutter tischt uns wieder karibische Spezialitäten in ihrem Haus auf. Ich erhalte ein Armband der Labour Partei, ein rotes party wristband. Ohne mir über die politischen Umstände weiter Gedanken zu machen, trage ich es auf der folgenden Reise. Zumindest einen Tag.

Hier geht es weiter in die Grenadines, ansonsten folgt ein kurzer Bericht über die Rückreise St. Vincent.

Zico Keartons Bay St. Vincent
Zico Keartons Bay St. Vincent
Zico

Telefon: +1 (784) 491-9608

Zico hilft Dir, einen sicheren Liegeplatz zu finden, bietet Dir im Haus seiner Mutter ein tolles authentisches karibisches Abendessen zum kleinen Preis und kümmert sich um alles, was man benötigt. Selbst einen Termin zum Klarieren in der Wallilaboy Bay stellt er sicher.

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Auch hier, um den Bericht von der Hauptinsel St. Vincent zu komplettieren, die Eindrücke von der Rückreise. Diesmal machen wir keinen Stopp auf St. Vincent. Und da unser Ziel auf St. Lucia mit der Laborie Bay relativ weit östlich liegt, wagen wir die Passage an der Ostseite. Ein gefühltes Abenteuer. Hier spürt man die ungebremste Kraft des Atlantiks, die Küste ist teilweise auf der Seekarte undokumentiert, so etwas begegnet einem in Europa nicht. Wir halten Abstand, die Wassertiefe steigt aber selten über 20 - 30 Meter an. Ganz allein sind wir unterwegs, die üblichen Routengänger sind alle in Landabdeckung zu finden. Ich fühle mich, als entdecke ich bisher unbekanntes Land, dabei fahren wir mit Georgetown nicht gerade an einem kleinen Dorf vorbei.

Erwartungsgemäß ist vor allem in dem St. Vincent Channel die Welle sehr unangenehm. Zu früh wollen wir nicht abfallen, um ausreichenden Abstand zum Land zu wahren. Der Wind, der schon in der westlichen Abdeckung der Insel schwach zu sein scheint, ist auch für unsere Fahrt gerade so ausreichend. Und wir erleben hautnah, dass es auch auf der Luvseite einer Insel eine Abdeckung, besser noch einen abgebremsten Wind gibt.

Nachdem wir St. Vincent verlassen, ist trotz einiger Regengebiete St. Lucia am Horizont zu erkennen. Natürlich fangen wir uns noch einen ordentlichen Schauer ein.

St. Vincent Seekarte Ostseite
St. Vincent Seekarte Ostseite
Vesselfinder St. Vincent
Vesselfinder St. Vincent

The Grenadines

Da wir in der Keartons Bay nicht einklariert haben (eine Möglichkeit hätte es in der Wallilabou Bay gegeben. Dies ist mir aber im letzten Jahr nicht gelungen, sodass ich auf einen weiteren Versuch verzichtet habe), holen wir dies in Port Elizabeth auf der Insel Bequia (sprich: Backway) nach. Etwas überrascht sind wir über die zu zahlende Summe. Fünfmal so viel als in St. Lucia sind dort fällig geworden. Ansonsten eine tolle Stadt, in der man noch ein paar Einkäufe erledigen kann. Und es gibt die Möglichkeit, die zur Neige gehenden Wasservorräte aufzufüllen. Dazu lassen wir Mirandas berühmtes grünes Boot längsseits gehen. Sie könnte auch Wäsche waschen und am nächsten Tag wieder vorbeibringen, falls dies nötig ist. Günstig ist der Spaß allerdings nicht, das Auffüllen der Wasserreserven verschlingt mehr als 100 us-Dollar.

An Land in einer Bar muss ich feststellen, dass niemand außer mir das rote Armband trägt, sondern mit gelben ausgestattet sind. Dem muss ich auf den Grund gehen. Unmissverständlich, aber freundlich wird mir klar gemacht, dass ich das Armband der falschen Partei zur Präsidentenwahl trage. In kürzester Zeit ist das rote Band in meiner Tasche verschwunden und ich trage ein gelbes. Natürlich lasse ich mir die Hintergründe erklären. Das gelbe Armband signalisiert die Zugehörigkeit zur New Democratic Party (NDP). Und warum man auf den Inseln eher das Gelbe trägt? Die alte Regierung hat sich anscheinend vorwiegend um die Hauptinsel St. Vincent gekümmert und die Grenadinen nicht entsprechend unterstützt. Dies war anscheinend ein Fehler. Nach zwei Tagen stand fest, dass die NDP gewonnen und der künftige Präsident Godwin Friday ist. Wo immer ich mit meinem gelben Armband auftauche: Ein strahlendes Lächeln ist mir gewiss.

Der Weg führt nun zu der Insel Mayreau, die dem Klischee karibischer Inseln gerecht wird. Wir machen in der Salt Whistle Bay fest. Auch hier habe ich einen unglaublich sympathischen Kontakt aufgemacht, der uns beim Anlegen an der Boje hilft. Wie üblich ist die Parkverwaltung für das Eintreiben der Gebühren zuständig und er darf uns auch keine Boje reservieren, aber wie durch Zufall ist die schönste und nahe zum Strand gelegene Boje frei. Abends gehen wir bei Jay Red Snapper essen und sind wieder einmal die einzigen Gäste. Es mutet etwas kurios an, wenn man bedenkt, dass die Insel Mayreau vom Hurricane Beryl stark zerstört wurde. Die Menschen dort wurden Ihres Hab und Gutes beraubt und brauchen unsere Unterstützung, um wieder auf die Füße zu kommen. Und mir erscheint es eine gute Möglichkeit zu sein, die lokalen Restaurantangebote zu nutzen und nicht auf dem Kat in dieser traumhaften Umgebung zu hocken.

Jay

Telefon: +1 (784) 434-1660

Die Salt Whistle Bay ist berühmt und sehr beliebt. Ein vorhergehender Kontakt mit Jay ist mehr als empfehlenswert. Auch wenn er offiziell keine Bojen reservieren darf, hat er immer einen Trick auf Lager.

Abends ein Red Snapper Menü bei ihm und der Tag könnte kaum schöner zu Ende gehen!

Empfehlenswerter Kontakt

Jay Salt Whistle Bay Grenadines
Jay Salt Whistle Bay Grenadines

Die Umgebung ist so schön, dass wir beschließen, einen weiteren Tag dort zu verbringen. Ein steiler Weg führt zu dem einzigen Dorf Old Wall. Noch immer kann man die Zerstörung an fast allen Häusern sehen, die der Hurricane angerichtet hat. Aber viele Bars haben mittlerweile wieder geöffnet, sodass wir einen karibischen Tag mit leichtem Sightseeing verbringen können.

Nicht verpassen und die Hauptattraktion der gesamten Reise sind die Tobago Cays. Ein kleiner seglerischer Abstecher an die Küste von Grenada, dann versuchen wir, Richtung Osten und unserem Ziel zu kreuzen. Auch durch die Strömung merken wir schnell, dass wir kaum eine Chance haben. Hier macht sich der fehlende Kiel eines Kats und seine schlechten Amwind-Fähigkeiten besonders deutlich bemerkbar.

Die Einfahrt zu den kleinen Inseln sieht etwas gruselig aus, man kann die Riffe und die leichte Brandung an ihnen erkennen. Aber der Wasserweg ist breit genug, sodass man sich keine Gedanken machen muss. Am Abend sind wir bei Romeos Lobster angekündigt, tatsächlich kommt Romeo, als wir uns eine Boje nahe der Insel Petit Bateau auswählen wollen. Namentlich werde ich begrüßt, wir erkennen uns aus dem Vorjahr wieder. Was ein Service und was eine Freude, Unterstützung zu erhalten. Die Strömung in den Cays ist sehr stark. Das trichtere ich den schnorchelwilligen Badegästen auch mehrfach ein, da mir im letzten Jahr ein Segelgast so stark abgetrieben ist, dass er durch ein Dinghi zurückgebracht werden musste.

Noch eine kleine Wanderung über die Insel, und schon finden wir uns am Strand wieder, um den Abend ausklingen zu lassen. Die Crew ist vom Lobster hellauf begeistert, eine absolute Empfehlung.

Tobago Cays

Romeo

Telefon: +1 (784) 531-1200

Eine einzigartige Umgebung, ein tolles Essen - das muss man einfach erlebt haben. Auf dieser Insel gibt es nur diese Möglichkeit, essen zu gehen. Und nicht nur der Lobster ist großartig zubereitet, auch die Beilagen lassen keine Wünsche offen. Reserviert rechtzeitig, um einen wundervollen Abend zu verbringen. Die Yacht kann ganz in der Nähe an einer Boje oder geeigneten Ankerplatz verholt werden.

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Romeo Lobster Tobago Cays
Romeo Lobster Tobago Cays

SIM-Karte

Für die Verwendung von Smartphones gibt es verschiedene Anbieter, um sowohl Daten- als auch Telefonvolumen zur Verfügung zu stellen. Oft gibt es ein- oder zweiwöchige Angebote. Etwas aufpassen muss man, ob die Angebote St. Lucia und auch St. Vincent and the Grenadines versorgen. Ich selbst habe mich auf St. Lucia durchgeschnorrt, da ich die eSim, die mein Vorskipper verwenden wollte, nicht aktiviert bekommen habe. Die eSim vom Anbieter Simovo lief in St. Vincent einwandfrei (abgesehen davon, dass ich noch einmal an den Versand des QR-Codes erinnern musste, was schnell erledigt wurde).

Bargeld/Zahlungsmittel

Wechselt etwas Bargeld in East Caribbean Dollar (XCD, sprich „i ßi“). Ein Trinkgeld für die Boat Boys sollte man immer zur Hand haben. Je weiter mehr in die Grenadinen kommt, desto wichtiger ist diese Währung. Es lässt sich auch in us-Dollar zahlen, allerdings ist der Wechselkurs Verhandlungssache. Auch mit Euro konnten wir überall zahlen, aber der Kurs ist dann nicht mehr empfehlenswert. Außerdem wirkt es eigenartig, in Euro auf einsamen Inseln unter Palmen zu bezahlen. Kartenzahlung ist nur in größeren Städten gelegentlich möglich. Auch unsere Einklarierungsgebühren habe ich per Visa-Karte zahlen können.

Natur und Landschaft

Der Mythos Karibik lässt einen an schneeweiße Strände denken. Und ja, in den Grenadines gibt es diese. Bis dahin sind von Martinique aus aber zwei Vulkaninseln zu passieren. Dort gibt es keine weißen Strände! Besprecht das vorher mit Eurer Crew, man weiß nie, welcher Reiseanbieter ihnen was suggeriert hat. Und denkt daran, dass die Etappen großartig für einen Segelspaß zu absolvieren sind, sollte man aber mal jemanden an Bord haben, der kein großes Interesse am Segeln und mehr am Schwimmen hat: Hier gibt es kein Inselbuchtenhopping. Den Zahn gleich ziehen. Welchem Segler oder welcher Seglerin ist es noch nicht passiert: Maulige Gäste, die nur auf die nächste Badegelegenheit warten. Falsch gebucht!

Formalitäten

Bereitet Euch gut auf das Ein- und Ausklarieren vor. Einiges kann man bereits von zu Hause erledigen. Das Abtippen von Reisepass-Nummern kann sehr viel Zeit verschlingen. Zum Glück ist es in St. Lucia nicht mehr so wie in 2024: Eine kaum funktionale Website wollte, dass man die Passfotos noch einmal abfotografiert und hochlädt. Wenn dies scheitert, durfte man noch einmal komplett von vorn anfangen. Wie schön, dass man jetzt wieder im customers office bedient wird!

Ressourcen

Macht deutlich, dass das Wasser auf einer Yacht nicht wie zu Hause unendlich zur Verfügung steht. Man muss nicht 3x am Tag duschen. Wasser ist ein kostbares Gut und ist auf den kleinen Antillen nicht ohne weiteres unterwegs zu ergattern. Teuer ist es obendrein.

Hilfreiche Tipps

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Social Links? Kein Facebook, kein X, kein Instagram. Solche Plattformen haben in meiner Welt keinen Platz.

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