
Dalmatien
Piraten in Zadar - Kroatien
Die ersten belegten Informationen über das Auftreten von Milna Mefschek sind auf Dugi Otok belegt. In den vielen U-Boot-Schächten hat sie sich vor Ihren Verfolgern der Regierung versteckt. Trotz intensiver Suche konnte an diesem Ort nicht der sagenbehaftete Schatz, den sie auf Ihren Beutezügen gesammelt hat, gefunden werden.
Noch heute rätseln berühmte Piratenforscher, wo genau sich der Schatz befinden könnte. Nach den letzten Gerüchten haben sich einige Kinder auf den Weg gemacht, das Rätsel ein für alle mal zu lösen und den verschwundenen Schatz zu heben.
Die Kronenzeitung wird von dem Fortgang der Expedition berichten.
Im folgenden werden wir zusammenstellen, welche wissenschaftliche Erkenntnisse bis heute vorliegen und wie diese wagemutige Expedition fortschreiten könnte.
Wir drücken den jungen Abenteuern alles Erdenklich Gute!
Merry Milna Mefschek



Vermutete Route von Milna Mefschek

Ugljan
Ebenfalls zu den Opfern der Verfolger von Milna Mefschek gehört das Wrack Michelle. Noch heute sind die Überreste dieses Schiffes zu sehen, da es niemals gehoben werden konnte. Taucher haben erfolglos das gesamte Wrack abgetaucht.
Das Schiff wurde von dem Offizier Baulo Blaulatz geführt und befohlen. Gerüchten zufolge war die Disziplinlosigkeit dabei das größte Problem. Meuternde Kinder, Eltern, die den Befehlen von Baulo Blaulatz nicht Folge geleistet haben - Die Konsequenzen kann man heute noch sehen.


Von Sukosan scheint Milna Richtung Nordnordwest zur Nordspitze der Insel Ugljan gereist zu sein. Noch heute zeugt der grüne Metallstab in der Passage, wie gefährlich die Fahrt durch das enge Fahrwasser ist. Der grüne Metallstab wurde von der kroatischen Regierung errichtet, nachdem Milnas Verfolger massenhaft an dieser Stelle auf Riffe gelaufen und gesunken sind.


Die Verstecke von Milna sind heute noch zu erkennen. Die Insel Dugi Otok verfügt über einige dieser in die Insel gehauenen Höhlen.
Heute bewohnen Fledermäuse diese Höhlen und dursten nach dem Blute von unbedarften Besuchern. Ihr schauerliches Piepsen geht einen durch Mark und Bein.
Keinesfalls sollte man riskieren, dort das Schiff festzumachen. Zu gefährlich die Strömungen, andere Piratenschiffe und menschenfressende Fische.
Von diesem Ort ist es nicht mehr weit zu dem legendären Nachfahren des Offiziers Baulo Baulatz: Der wilde ungezähmte Piratennachfolger Davor der Erste.
Nicht jeder überlebt es, ihn nach dem Weg zu fragen. Aber wenn man einen geheimen, von Milna übermittelten Spruch aufsagt, ist er zugänglich und lässt sich dazu herab, auch unwürdigen Würmern weiterzuhelfen, ohne ihn sofort in den Suppentopf zu schmeißen.
Ob es stimmt? Wer weiß es schon.
Bisher war noch niemand so mutig, Davor wirklich anzusprechen. Ganz abgesehen davon, dass niemand bisher den unbekannten Losungsspruch von Milna Meschek aufsagen zu können.






Dugi Otok mit dem Naturpark Telašćica
Bevor man das Bojenfeld im Nationalpark Telašćica erreicht, gilt es, die schmale Passage Prolaz Mala Proversa zu befahren. Bei meiner Recherche im Internet, wie diese Passage heißt, bin ich auf den Hinweis gestoßen, dass das Segeln in dieser Passage verboten sei.
In den Seekarten habe ich einen solchen Hinweis nicht entdeckt, vermutlich wird eine solche Einschränkung dort auch nicht abgebildet. Das zu Verfügung stehende Material ist sowieso meist veraltet. Leider bezeugt das von mir gemachte Bild, dass die Segel bei uns gesetzt sind. Aber bestimmt lief der Motor dabei! Dann ist es ja kein Segeln mehr.
Anschließend geht es wieder Richtung Nord zur Uvala Mir. Die Bojen sind schon ausgelegt und sind Ende Mai preislich noch akzeptabel. Das Anlegen an der Boje kostet in der Nebensaison Stand 2026 für ein Charterschiff der üblichen Größe 40 Euro.
Zur Hauptsaison, die bereits im Juni beginnt, steigt dieser Preis auf 90 Euro. Ein happiger Preis, zudem die Bojen teilweise so eng gelegt sind, dass unsere 50 Fuß Yacht in der Nacht gegen eine freie Boje gestoßen ist. Wie sich dies verhält, wenn die Ferienzeit begonnen hat, kann man nur ahnen. Für 90 Euro kann man aber eine sorgfältigere Bojenauslegung erwarten.


Unbedingt empfehlenswert ist ein Landgang und der Besuch des Nationalparks. Ist der Salzsee Jezero Mir noch relativ unspektakulär, eröffnet einem die Wanderung an den sich über 100m über dem Meeresspiegel erhebenden Klippen ein großartiges Erlebnis. Es gibt viele Stellen, an denen man einen beeindruckenden Sonnenuntergang erleben kann.











Die Kornaten
Der Weg zur Insel Vrgada führt uns durch die Kornaten. Eine ehemals bestimmt beeindruckende Inselgruppe. Bedauerlicherweise wurde der ehemalige Baumbestand in mehreren Epochen abgeholzt. Durch die exponierte Lage dürfte sich der fruchtbare Boden vom Wind dahintragen lassen, sodass man heute sagt, dass dort nie wieder Bäume Wurzeln schlagen können. Zurück bleiben karge Steininseln, die an eine Mondlandschaft erinnern. Außergewöhnlich ja, beeindruckend vielleicht, mir ist üppige Vegetation deutlich lieber. Vielleicht springt wegen der fehlenden Fauna der Funke zu mir nicht recht über.
Für mich ist die navigatorische Herausforderung deutlich faszinierender. Selbstverständlich können wir nicht auf Halbwindkurs die Inseln und kleinen Steingrüppchen, die mehr oder weniger aus dem Wasser ragen, passieren. Es muss ja achterlicher Wind sein, immer Gefahr laufend, eine Patenthalse zu riskieren. Und in den engsten Passagen begegnet uns selbstverständlich die Passagier-Schifffahrt.
Aber nach zwei Stunden Fahrt können wir auf Halbwindkurs gehen, der von Nordnordost pustet. Und wie er pustet! Nach Durchfahrt bei der Erhebung Orpat, die 109 Meter aufragt, fangen wir uns wilde Böen ein. Da die Meeresoberfläche vermuten lässt, dass unsere Segelfläche reduziert werden sollte, wird gerefft.
Nach einigen Minuten zeigt sich allerdings, dass der Wind gleichmäßiger wird und das Reff doch nicht unbedingt nötig ist. Neben uns ist ein Segler auf gleichem Kurs, das Regatta-Hormon strömt wieder ein. Mit geschickter Wahl des Kurses können wir ihm kurz den Wind aus den Segeln nehmen und vorbeiziehen, aber, das muss man ihm lassen, er ließ sich nicht abhängen und kam Stück für Stück näher. Jetzt auszureffen könnte uns unsere Position kosten, ganz sicher sogar. Und bei Charterbooten weiß man nie, wie lange eine solche Regatta währt, gibt es doch keine Ziellinie.
Bevor er uns wieder eingeholt hat, gibt es eine Wegerechtssituation mit einem querenden Boot, die er unnötig vorsichtig fährt und somit abreissen lassen muss. Kurze Zeit später wendet er, sodass wir uns als Sieger fühlen können. Unser Ziel Vrgada ist auch nicht mehr weit entfernt.

Vrgada
Der Platz vor dem kleinen Hafen von Vrgada und unterhalb der kleinen Insel Artina gelegen ist normalerweise mit Bojen ausgestattet. So früh in der Saison sind diese aber noch nicht ausgelegt. Der Ankergrund ist sehr sandig und hält für kroatische Verhältnisse hervorragend. Lediglich auf die für die Bojen am Grund liegenden Betonblöcke muss man Acht geben.
Betreten habe ich die Insel bisher noch nie. Die Hakuna Matata Bar übt eine magische Anziehungskraft auf die Kids aus. Aber ich durfte feststellen, dass es auch für die Erwachsene Grund gibt, diesen Ort zu besuchen. Für einen kleinen Sundowner reicht es, bevor die Bar direkt am Wasser gelegen schließt.
Eine kleine Wanderung durch das Dorf und der angrenzenden Landschaft ist sehr reizvoll. Und auch für das Abendessen gibt es ausreichend Restaurants.
Restaurant Bracera
Telefon: +385 2337 1094
Schöner Blick auf die Ankerbucht, gutes Essen und freundliche Menschen. Hier kann man den letzten Abend eines schönen Törns ausklingen lassen.
Empfehlenswerter Kontakt


Die letzte Etappe steht an, Rückfahrt nach Sukosan. Uns passieren viele Yachten, die ihre Segel eingepackt lassen, als wir an Biograd na moru vorbeisegeln. Anscheinend ist ihnen das Kreuzen nach Norden zu anstrengend. Die Bora bläst hier gerne aus nördlicher Richtung, Platz zum Segeln und Kreuzen ist dennoch vorhanden. Und der letzte Tag soll nicht auf diese Weise verschenkt werden.
Ein kleiner Badestopp noch, dann geht es an die Tankstelle der D-Marin Dalmacija und der problemlosen Rückgabe der Yacht.
SIM-Karte
Für die Verwendung von Smartphones gibt es verschiedene Anbieter, um sowohl Daten- als auch Telefonvolumen zur Verfügung zu stellen. Oft gibt es ein- oder zweiwöchige Angebote. Etwas aufpassen muss man, ob die Angebote St. Lucia und auch St. Vincent and the Grenadines versorgen. Ich selbst habe mich auf St. Lucia durchgeschnorrt, da ich die eSim, die mein Vorskipper verwenden wollte, nicht aktiviert bekommen habe. Die eSim vom Anbieter Simovo lief in St. Vincent einwandfrei (abgesehen davon, dass ich noch einmal an den Versand des QR-Codes erinnern musste, was schnell erledigt wurde).
Bargeld/Zahlungsmittel
Wechselt etwas Bargeld in East Caribbean Dollar (XCD, sprich „i ßi“). Ein Trinkgeld für die Boat Boys sollte man immer zur Hand haben. Je weiter mehr in die Grenadinen kommt, desto wichtiger ist diese Währung. Es lässt sich auch in us-Dollar zahlen, allerdings ist der Wechselkurs Verhandlungssache. Auch mit Euro konnten wir überall zahlen, aber der Kurs ist dann nicht mehr empfehlenswert. Außerdem wirkt es eigenartig, in Euro auf einsamen Inseln unter Palmen zu bezahlen. Kartenzahlung ist nur in größeren Städten gelegentlich möglich. Auch unsere Einklarierungsgebühren habe ich per Visa-Karte zahlen können.
Natur und Landschaft
Der Mythos Karibik lässt einen an schneeweiße Strände denken. Und ja, in den Grenadines gibt es diese. Bis dahin sind von Martinique aus aber zwei Vulkaninseln zu passieren. Dort gibt es keine weißen Strände! Besprecht das vorher mit Eurer Crew, man weiß nie, welcher Reiseanbieter ihnen was suggeriert hat. Und denkt daran, dass die Etappen großartig für einen Segelspaß zu absolvieren sind, sollte man aber mal jemanden an Bord haben, der kein großes Interesse am Segeln und mehr am Schwimmen hat: Hier gibt es kein Inselbuchtenhopping. Den Zahn gleich ziehen. Welchem Segler oder welcher Seglerin ist es noch nicht passiert: Maulige Gäste, die nur auf die nächste Badegelegenheit warten. Falsch gebucht!
Formalitäten
Bereitet Euch gut auf das Ein- und Ausklarieren vor. Einiges kann man bereits von zu Hause erledigen. Das Abtippen von Reisepass-Nummern kann sehr viel Zeit verschlingen. Zum Glück ist es in St. Lucia nicht mehr so wie in 2024: Eine kaum funktionale Website wollte, dass man die Passfotos noch einmal abfotografiert und hochlädt. Wenn dies scheitert, durfte man noch einmal komplett von vorn anfangen. Wie schön, dass man jetzt wieder im customers office bedient wird!
Ressourcen
Macht deutlich, dass das Wasser auf einer Yacht nicht wie zu Hause unendlich zur Verfügung steht. Man muss nicht 3x am Tag duschen. Wasser ist ein kostbares Gut und ist auf den kleinen Antillen nicht ohne weiteres unterwegs zu ergattern. Teuer ist es obendrein.
Hilfreiche Tipps
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Aber ich veröffentliche Fotos auf Pixelfed.
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